Vereinschronik

Am 06.September 1925 wurde eine Kleinkaliberschützenabteilung des Schützenvereins Weissenau des Krieger- und Militärverein unter der Leitung des Försters Georg Fiederer gegründet. Am 18.November 1928 trennte sich der Verein von der Kriegerkameradschaft und wurde als selbständiger Verein im württembergischen Sportschützenverband aufgenommen.

Schon 1929 stellten sich die ersten Erfolge ein. Beim Graf-Zeppelin-Schießen holte die Schützenjugend die Landesmeisterschaft. 1938 konnte der Schützenverein die größten Erfolge erringen. Die Mannschaft mit Anton Kattan, Josef Rueß, Clemens Härle, Anton Grottentaler kam als Sieger vom Turn- und Sportfest in Breslau zurück. Sie wurden am Bahnhof in Weissenau von der Musikkapelle Sternberg abgeholt und durch Weissenau geleitet.

1945 wurde der Verein von den Siegermächten verboten.
Erst am 21.November 1953 wurde der Verein wieder neu gegründet. Gleich Anfang 1954 wurde Josef Rueß als Oberschützenmeister gewählt und stellte bei der Gemeinde einen Antrag für ein Grundstück, um ein neues Schützenhaus bauen zu können. Da die Gemeinde kein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen konnte, wurden Verhandlungen geführt, die einen alten Torfschuppen in der Mariataler Allee beinhalteten. Dieser Schuppen sollten dem Verein zur Verfügung gestellt werden. Nachdem der alte Schuppen abgerissen und ein neues Schützenhaus gebaut wurde, konnte am 27.März 1955 das Schützenhaus mit einem Eröffnungsschießen mit befreundeten Vereinen eröffnet werden. 1958 wurde eine neue Fahne gekauft, die durch Spenden und Sammlungen ermöglicht worden war. 1962 konnte Roland Metzler den 5.Platz mit der Luftpistole bei der Landesmeisterschaft erringen. 1964 wurde die Jugendmannschaft mit August Kottmann, hubert Seifried, Egon Kaspar und Udo Damaske Bezirksmeister und 2. bei der Landesmeisterschaft. In den 60er Jahren war Hildegard Maier unter den Siegern zu finden, in den 70er Jahren Barbara Kolb un in den darauffolgenden Jahren Silvia Wagner, Thomas und Günther Wagner sowie Ralf Rude. Diese Namen seien stellvertretend für viele sportliche Erfolge des Vereins genannt. Am 22. März 1964 wurde in der Hauptversammlung die Gründung einer Gymnastikgruppe für Damen und einer Ausgleichssportart für Schützen beschlossen. 1970 verstarb Oberschützenmeister Adolf Herter. Sein großer Wunsch, ein neues Schießstandgelände für den Verein zu finden, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Erfüllung gegangen. Neuer Oberschützenmeister wurde Dieter Kolb. Zielstrebig und energisch setzte er die Bemühungen seines Vorgängers fort und konnte am 21.04.1972 endlich verkünden, dass die Gemeinde Eschach nach 10 Verhandlungen die Ziegelwiesen in Mariatal als neues Schießstandgelände ausgewiesen hatte. Schnellstens wurde eine Planskizze für den Schießstand, Wirtschaftsräume mit Wohnung und zwei Kegelbahnen gefertigt. 1975 wurde Rolf Mayer neuer Oberschützenmeister. Nach jahrelanger harter Arbeit vieler Mitglieder konnte er am 28. August 1978 die erste Ausschusssitzung im neuen Vereinsheim abhalten. Weiterhin gelang es unermüdlichen Vereinsmitgliedern die 50m -und 100m Stände sowie den Pistolenstand fertigzustellen. Im Februar 1979 wurde die Großkaliberabteilung gegründet und es konnte auf 14 Ständen geschossen werden. 1995 übernahm Oberschützenmeister Walter Staib ein schweres Amt. Es musste ein völliger Neuanfang begonnen werden. 1999 wurde Walter Hüttl zum neuen Oberschützenmeister gewählt. Im Jahr 2000 mussten umfangreiche Baumaßnahmen zur Lärmreduzierung in Angriff genommen werden. Der 25m Stand wurde komplett zur Raumschießanlage umgebaut. Zwei Jahre später wurde mit dem Umbau/Neubau des 10m Standes begonnen. Nur durch den unermüdlichen Einsatz zahlreicher Mitglieder waren diese Vorhaben schließlich durchführbar. Ende 2003 konnte schließlich zusammen mit der 50-Jahr-Feier der Wiedergründung nach dem Kriege die Einweihung des neuen Luftgewehrstandes erfolgen.